Sessionseröffnung 2022

Nach kurzem Innehalten im Gedenken an die aus dem Kreis der Krüzzbrür Verstorbenen und in Gedanken an die schwer Erkrankten leitete Rainer Klügel in seiner Eröffnungsansprache zur Begrüßung der anwesenden Gäste über. Er stellte anschließend den designierten 50. Krüzzbrür-Ordensträger vor. Es ist Pfarrer Werner Rombach, Pastor der Pfarrei Christkönig in Erkelenz, den aber doch Vieles mit Heilig Kreuz verbindet.

Im Anschluss an das Schinken- und Dickebohnen-Essen, das alljährlich bei der Sessionserföffnung der Krüzzbrür zelebriert wird und auf eine seit dem 19. Jhd. gepflegte Tradition des damaligen kath. Bürgervereins St. Kreuz zurückgeht, äußerte sich Werner Rombach zu seiner Ernennung zum Krüzzbrür. Er fühlte sich sehr geehrt, als seinerzeit die Delegation des Pfarrausschusses ihn für den Krüzzbrür-Orden vorschlug, dachte jedoch zunächst, die Herren seien gekommen, weil sie einen neuen Geistlichen für Heilig Kreuz suchten. Seine Verbundenheit zu Heilig Kreuz basiert auf seine Studienzeit 1973-1977 an der Kirchenmusikschule. Hier war er als Student automatisch Mitglied der Pfarre weil er auch zugleich dem Kirchenchor angehörte. In diesen vier Jahren sei er so auf etwa 160 Chorproben gekommen, die – wie passend – in derselben Räumlichkeit stattfanden wie nun die Sessionseröffnung. Sogar das Klavier, auf dem damals der Chor begleitet wurde, ist noch dasselbe. Er erinnerte sich an die vielen Hochämter und Schulmessen aus dieser Zeit und auch an den damaligen Pastor Josef Gerads und seiner mitunter feuchten Aussprache beim „Pater noster“. Insofern verband Werner Rombach mit dem Zurückholen der Vergangenheit ein Stück weit „Nach-Hause-Kommen“.


Nach Rombachs Rückschau meldeten sich die Krüzzbrür-Ordensträger zu Wort. Armin Drack, der ihn seit 40 Jahren kennt, und bei dessen Ordensverleihung Werner Rombach seinerzeit Überraschungsgast war, stellte fest, dass der Leitspruch der Krüzzbrür „trinkfest und arbeitsscheu“ nicht ganz auf ihn passe. Trinkfest sei er zwar, arbeitsscheu treffe definitiv nicht zu, und der Kirche treu sei bezogen auf die Institution dahingestellt. Der diesjährige Ordensträger Christian Mourad freut sich auf die Laudatio, die er am 07.02.23 beim Herrenabend in der Gaststätte Am Knipp auf ihn halten darf. Olaf Müller sieht Parallelen aufgrund seiner Messdienerzeit in St. Joachim in Düren und des Schicksals vom Hambacher Forst. Bernd Mathieu stellte fest, dass jedesmal ein Raunen durch den Saal geht, wenn das Wort Baesweiler fällt. Dabei sei, seitdem er den Krüzzbrür-Orden verliehen bekam, in seinem Wohnort Oidtweiler der Tag der Ordensverleihung ein Feiertag. Außerdem gäbe es dort Laternen nur an St. Martin, zudem keine Poller, weil sie sonst sowieso vom Traktor umgefahren würden, und auch keine veganen Häppchen. Bezogen auf den neuen Ordensträger konstatierte er „wieder jemand von außerhalb“, „ein schwungvoller Schritt in die Entwicklungshilfe“. Sabine Mathieu hob hervor, dass in früheren Zeiten Erkelenzer bei der Heiligtumsfahrt wegen ihres Weinanbaus bevorteilt wurden. Wendelin Haverkamp ist besorgt. Er und seine Sabine wohnen in der Innenstadt, unter ihnen Armin Drack. Wenn nun noch Werner Rombach zu Besuch kommt, sind drei Krüzzbrür im Haus und er weiß nicht, wie das getränkemäßig zu regeln ist. Markus Krings und Werner Rombach haben beide den Domorganisten, Kirchenmusikdirektor und Improvisationslehrer Norbert Richtsteig kennengelernt. So improvisierte nun Markus Krings gemeinsam mit den Anwesenden die Vertonung des Vornamens vom künftigen Ordensträger. Die als Musiknote enthaltenen Buchstaben ließ er auf dem Klavier ertönen, die übrigen wurden gemeinsam gesprochen – eine witzige Aktion. Simone Paganini schlug anspielend auf die „Verkleidung“ mit Kollarkragen vor, dass Werner Rombach am 07. Februar in einem Talar mit vielen schwarzen Knöpfen kommen solle. Er schenkte ihm zudem sein neues Buch.

Die vorgenannten Wortbeiträge geben schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf den Abend der Ordensverleihung an Werner Rombach. Freuen wir uns also auf den Herrenabend am 07. Februar 2023 bei den Ramrath-Brüdern Am Knipp.

Noch bis in die späten Abendstunden sind die Gäste geblieben, bevor der unterhaltsame Abend zu Ende ging. Bedanken möchten wir uns bei der Servicekraft Clara, die die Gäste mit Getränken versorgte, unseren Freunden Peter und Paul von der Fidelen Aquisgrana hinter der Theke sowie der Küchenhilfe Ismail; allesamt hervorragende Unterstützer. Ein besonderer Dank gilt auch der Lebenshilfe Aachen, die erstmals die schmackhafte Zubereitung des Essens übernommen hat, nachdem zuvor über viele Jahre unser Mitglied Hans Gillessen als „Bocuse va de Krüzzbrür“ die Gäste bekocht hatte.

Für den Pfarrausschuss Heilig Kreuz

Michael Mathar

Bericht Aachener Nachrichten