Aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, eine Zeit der inneren Einkehr und der Umkehr. Daran erinnerte auch der Gottesdienst in Heilig Kreuz. In dem dort vorgetragenen Evangelium nennt Jesus diejenigen Heuchler, die unbedingt zeigen müssen wie viel Geld sie spenden, die sich zum Beten so aufstellen, dass sie von allen gesehen werden, und die in der Fastenzeit ein extra miesepetriges Gesicht aufsetzen, und Jesus hebt auf der anderen Seite die hervor, die im Verborgenen handeln.

Pfr. Josef Voß zitierte in seiner Predigt im Hinblick auf die anstehende Fastenzeit aus dem Lied „Feeling Mortal“ des Country-Sängers Kris Kristofferson. Das Lied drückt aus: „Ich bin hellwach und fühle mich sterblich“. Es handelt von der Endlichkeit und Vergänglichkeit und animiert, hellwach das Heute wahrzunehmen. Es passt daher sehr gut in diese Zeit. Asche ist ein Zeichen von Tod und Vergänglichkeit und soll uns erinnern, wie kostbar jeder Tag unseres Lebens ist. Wegen der Vermeidung von Berührungen in Coronazeiten wurde das Aschenkreuz nicht wie üblich auf die Stirn gezeichnet, sondern stattdessen die Asche aufs Haupt gestreut.

Der Friedensgruß nach dem Agnus Dei „Der Friede des Herrn sei allezeit mit Euch“ und die Worte nach dem Schluss-Segen „Gehet hin in Frieden“ verstärkten angesichts des Krieges in der Ukraine umso mehr den Wunsch nach Frieden.

Unter den noch bestehenden Corona-Auflagen versammelte sich im Anschluss an den Gottesdienst ein kleiner Kreis im Kreuzpunkt, wo dank der Vorbereitung der Pfarrausschuss-Vorständler Rainer Klügel und Herbert Steins wieder traditionell Heringe mit Pellkartoffeln aufgetischt wurden.

M.Mathar