Christ ist erstanden

„Christ ist erstanden von der Marter alle“ wurde in der Osternachtsmesse am Karsamstag in Heilig Kreuz gesungen. „Des soll’n wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein“ geht der Text weiter. Angesichts des Krieges in der Ukraine fällt es schwer, froh zu sein. In der Osternachtsmesse hatten sich die Gläubigen versammelt, um auch neue Zuversicht zu gewinnen, nämlich dass sie mit dem auferstandenen Christus hoffnungsvoll ans Ziel ihrer Lebensreise gelangen.

Durch Dunkel zum Licht. Durch Leid zur Freude. Aus der Gefangenschaft in die Freiheit. Vom Tod zum Leben. Durch das Kreuz zur Auferstehung.

Am Licht des Osterfeuers, das wie das Hängen der Turmfahnen, von Mitgliedern des Pfarrausschusses vorbereitet wurde, kamen nach dem Gottesdienst noch viele Menschen zusammen. Mit einem bunten Ei und einem Stück Brot in der Hand wünschten sie sich bei Wein und Wasser „Frohe Ostern“ und kamen miteinander ins Gespräch. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Spender/innen.

Die österliche Freude dauert nicht nur wenige Tage, sie wird sieben Wochen lange gefeiert und am 50. Tag, an Pfingsten, abgeschlossen. In diesem Sinne eine schöne Osterzeit.

M.Mathar

Einkehrtage 2022

Endlich durften wir wieder. Nach zwei Jahren Corona war dem Pfarrausschuss die zweitägige Besinnung und Einkehr im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath endlich wieder möglich. Die diesjährigen Einkehrtage in der Fastenzeit standen unter der Überschrift „Veränderungen“. Nach dem Abendbrot erfolgte zunächst eine einleitende, mit Bildern unterlegte Meditation. Corona hat vieles verändert, die Welt verändert sich ständig, Ansatzpunkte für das Leit-Thema gäbe es also genug. Wir konzentrierten uns allerdings auf die aktuellen Sachstände zum „Synodalen Weg“ und zum „Heute bei dir – Prozess“, und mögliche Auswirkungen, die unsere Pfarre und Gemeinde und somit auch uns betreffen.

Krüzzbrür-Ordensträger Pfr. Hans-Georg Schornstein war an den beiden Tagen Gast, Referent und Zelebrant zugleich. Mit dem Synodalen Weg hatte er sich intensiv beschäftigt und uns Pfarrausschuss-Mitgliedern einen ausschnitthaften Einblick in Hintergründe, Ergebnisse und Planungen der bisherigen Synodalversammlungen gegeben. Ein Zitat bringt es auf den Punkt:

„Der synodale Weg nimmt wahr, dass das römische Lehramt auch in unserer Zeit in laufende Klärungsprozesse und Diskussionen eingreift und auf Lehrpositionen beharrt, die vielen Gläubigen, darunter auch Diakonen, Priestern und Bischöfen weit über Deutschland hinaus nicht mehr nachvollziehbar erscheinen.“ Man hat die Zeichen der Zeit gesehen und den Glaubenssinn des Volkes Gottes. Kritische Worte sind gefallen; bis jetzt hat zu sehr das Lehramt bestimmt und die Auffassung der Gläubigen sind zu wenig gehört worden. Die Beschlussfassungen sind mit überwältigender Mehrheit der Gesamtversammlung angenommen worden; beim Thema „Macht“ (2. Lesung) sogar von knapp 80% der Bischöfe. Bleibt abzuwarten, was letztlich konkret von alledem umgesetzt wird. Auch beim Thema Frauen in kirchlichen Ämtern geht die Tendenz dahin, dass es selbst aus biblischer Sicht keinen Grund gibt, Frauen von Ämtern in der Kirche auszuschließen. Bezogen auf den Apostelbegriff ist dieser bei Paulus nicht mit der 12-Zahl der Evangelien identisch und umfasst durchaus auch Frauen.

Unser Mitglied Rolf Igel stellte aus dem „Heute bei dir – Prozess“ den Punkt der künftigen territorialen Grundstruktur im Bistum Aachen vor. Der Synodalkreis hat beschlossen, dass das Bistum Aachen sich zukünftig in einem angemessenen Entwicklungsprozess zu ca. 50 am Sozial- und Lebensraum orientierten Pastoralen Räumen gliedert, die mit ihren Orten von Kirche zusammen voraussichtlich 8-13 Pfarreien bilden werden. Es wurden in diesem Zusammenhang die Aufgaben der Pfarrei und der Pastoralen Räume sowie die Wahrnehmung verschieden möglicher Leitungsmodelle aufgezeigt. Die tatsächliche Umsetzung soll zum 01.01.2024 beschlossen werden.

In der anschließenden Diskussion, die überwiegend von Bedenken und Sorgen geprägt war, zeigten sich aber auch hoffnungsvolle und chancenreiche Sichtweisen hinsichtlich der beabsichtigten Veränderungen. Im Bistroraum des Hauses klang der Abend schließlich mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Leitfaden der Messe am Folgetag, die von Pfr. Hans-Georg Schornstein gehalten wurde, war ebenfalls das Thema „Veränderungen“, was sich in den Texten, Gebeten und Liedern zeigte und teilweise auch in der Form.

Der Vormittag wurde zudem genutzt, um sich rückblickend über die Punkte des Vorabends noch einmal auszutauschen. Den Abschluss bildete die Klärung einiger ausstehender, organisatorischer Dinge, bevor dann die Rückfahrt nach Hause angetreten wurde.

Michael Mathar

Noch ein Hinweis: Die 2. Synodalversammlung kann am 26. März und 2. April jeweils um 9 Uhr im Live-Blog auf www.bistum-aachen.de verfolgt werden.

 

Krüzzbrür-Ponttor-Ordensträger Hubert Nadenau verstorben

Im Alter von 85 Jahren ist Hubert Nadenau, unser Krüzzbrür-Ponttor-Ordensträger, verstorben. Mit Trauer haben wir vernommen, dass unser langjähriger Freund unsere Welt verlassen hat.

Als Pfarrausschuss verlieren wir einen langjährigen guten Freund. Für uns Krüzzbrür war es vor vielen Jahren selbstverständlich, ihn zum Ponttor-Ordensträger zu küren, er wurde zum Mitglied im Pfarrausschuss. Den „Ponttor-Orden“, welcher von einem Pfarrmitglied gestiftet wurde, tragen alle Mitglieder des Pfarrausschusses am langen Band (Schärpe). Diese besondere Ehrung und Auszeichnung wurde nur wenigen Freunden und Gönnern zuteil. Wir sind dankbar für die Zeit mit Hubert – auch bereits vor der Zeit als er noch nicht Träger des Ponttor-Ordens war. Wir konnten Hubert immer wieder ansprechen, stets hatte er ein offenes Ohr für die Krüzzbrür.

Am Rosenmontag, 9. Februar 1959 feierte Hubert seinen größten Tag im Öcher Fastelovvend, als er als Öcher Karnevalsprinz Hubert I. durch die Aachener Straßen zog. Später wurde Hubert Hofmarschall und begleitete in dieser Funktion viele Jahre die Öcher Prinzen. Er organisierte die wichtige Terminplanung und war zugleich immer Ratgeber und Bindeglied zwischen dem Prinzen, dem AKV und der vielen Karnevalsvereine.

Viele Jahre war Hubert Gast bei unseren Herrenabenden mit der Verleihung des Krüzzbrür-Ordens und hatte seinen Stammplatz unter Karnevalsfreunden in der linken Ecke. Er genoss diese Abende und wie für viele andere auch waren unsere Herrenabende im Haus Ramrath auch für ihn jährlich ein Highlight im Öcher Fastelovvend.

Wir danken Hubert für die langjährige Freundschaft. Er war ein liebenswerter und besonderer Mensch sowie ein lebensfroher Treiber des Öcher Brauchtums. Er bleibt für viele unvergesslich, war überall gerne gesehen und absolut verlässlich. Er war eben ein besonderer Mensch.

Jetzt im Alter von 85 Jahren ist Hubert von uns gegangen, aber, egal ob jung oder alt, gesund oder krank, der Moment an dem ein geliebter Mensch vom irdischen Leben Abschied nehmen muss, tut weh und der Mensch wird vermisst. Wir Krüzzbrür erinnern uns an sehr schöne Begegnungen mit Hubert.

Wir vermissen gemeinsam mit der Familie einen tollen Menschen und einen besonderen Freund.

In enger Verbundenheit mit der Familie

Pfarrausschuss Heilig Kreuz, „De Krüzzbrür“

Franz-Josef Staat, Vorsitzender

 

Aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, eine Zeit der inneren Einkehr und der Umkehr. Daran erinnerte auch der Gottesdienst in Heilig Kreuz. In dem dort vorgetragenen Evangelium nennt Jesus diejenigen Heuchler, die unbedingt zeigen müssen wie viel Geld sie spenden, die sich zum Beten so aufstellen, dass sie von allen gesehen werden, und die in der Fastenzeit ein extra miesepetriges Gesicht aufsetzen, und Jesus hebt auf der anderen Seite die hervor, die im Verborgenen handeln.

Pfr. Josef Voß zitierte in seiner Predigt im Hinblick auf die anstehende Fastenzeit aus dem Lied „Feeling Mortal“ des Country-Sängers Kris Kristofferson. Das Lied drückt aus: „Ich bin hellwach und fühle mich sterblich“. Es handelt von der Endlichkeit und Vergänglichkeit und animiert, hellwach das Heute wahrzunehmen. Es passt daher sehr gut in diese Zeit. Asche ist ein Zeichen von Tod und Vergänglichkeit und soll uns erinnern, wie kostbar jeder Tag unseres Lebens ist. Wegen der Vermeidung von Berührungen in Coronazeiten wurde das Aschenkreuz nicht wie üblich auf die Stirn gezeichnet, sondern stattdessen die Asche aufs Haupt gestreut.

Der Friedensgruß nach dem Agnus Dei „Der Friede des Herrn sei allezeit mit Euch“ und die Worte nach dem Schluss-Segen „Gehet hin in Frieden“ verstärkten angesichts des Krieges in der Ukraine umso mehr den Wunsch nach Frieden.

Unter den noch bestehenden Corona-Auflagen versammelte sich im Anschluss an den Gottesdienst ein kleiner Kreis im Kreuzpunkt, wo dank der Vorbereitung der Pfarrausschuss-Vorständler Rainer Klügel und Herbert Steins wieder traditionell Heringe mit Pellkartoffeln aufgetischt wurden.

M.Mathar

Oche Alaaf!

Eigentlich wäre jetzt die Zeit zum Lachen, Schunkeln, Tanzen und „Oche Alaaf“-Rufen. Doch wieder einmal ist alles abgesagt. Keine Saalfeiern, keine Festzelte, keine Karnevalsumzüge, der AKV-Orden wider den tierischen Ernst wird ohne Saalpublikum verliehen und auch der Pfarrausschuss Heilig Kreuz hat den für Februar geplanten Kindernachmittag der Kitas in Franziska von Aachen gestrichen. Ebenso findet die Verleihung des Krüzzbrür-Ordens 2022 an den designierten Ordensträger Christian Mourad nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Karnevalszeit statt. Sie wird aber voraussichtlich Mitte Mai im Rahmen des traditionellen Herrenabends in der Gaststätte am Knipp nachgeholt.

Wir können uns nur dem Motto „Vür hant et Fiere net verliert“ des diesjährigen Ökomenischen Wortgottesdienstes anschließen. Wo sonst die zahlreichen Vereine aufmarschierten und die Aachener Citykirche füllten, erfolgte der Gottesdienst auch in diesem Jahr leider wieder nur digital und ohne Publikum.

Organisiert wird dieser schöne Start in die Karnevalssession seit bereits 10 Jahren von Heinz Sauer, der uns mit dem Musikzug der KG Grün-Weiß Lichtenbusch schon oft auf unseren Pilgerwegen und Martinszügen begleitet hat.

Krüzzbrür-Ordensträger Pfr. Armin Drack und Diakon Mathias Dederichs haben gemeinsam den digitalen Gottesdienst am 12. Januar 2022 zelebriert. Weitere Mitwirkende waren neben Heinz Sauer  AAK-Präsident Frank Prömpeler, Märchenprinz Phil I. Cremanns, Elfriede Schultz, Krüzzbrür-Ordensträger Ägid Lennartz und Pfarrausschussmitglied Leo Bardenheuer.

M.Mathar

 

Ein gesegnetes und gesundes neues Jahr 2022

wünscht der Pfarrausschuss Heilig Kreuz.

So wie der Stern die drei Könige zum Kind in der Krippe von Bethlehem geführt hat, so symbolisiert er auch für die Sternsingerinnen und Sternsinger den Wegweiser zu Gott.

Unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ bitten die Sternsinger ganz besonders herzlich um großzügige Spenden für Kinder und Jugendliche in Not. Durch die weltweite Corona-Pandemie hat sich die Situation vor allem für benachteiligte Kinder weiter verschärft – deshalb ist die Aktion wichtiger denn je.

Jahres-Abschlussgottesdienst der Krüzzbrür

Am Freitag, den 17.12.2021 fand nun schon zum siebten Mal der Jahres-Abschlussgottesdienst der Krüzzbrür in Hl. Kreuz statt. Der vom Vorstandsvorsitzenden Franz-Josef Staat und Alfons Groneschild vorbereitete Gottesdienst war geleitet von Sehnsucht und einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft.

Als Zelebrant der Messfeier hat uns Pfr. Werner Rombach aus Erkelenz unterstützt. Er nahm in seiner Predigt auf das Gedicht „Alles beginnt mit der Sehnsucht“  von Nelly Sachs Bezug und übertrug eindrucksvoll die Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Gott in die heutige Zeit.

Krüzzbrür-Ordensträger Willy Schell hätte sicherlich, wie in den vergangenen Jahren, mit seiner wundervollen Tenorstimme wieder einen musikalischen Glanzpunkt gesetzt hätte. Leider musste er krankheitsbedingt absagen. Dafür hat uns Krüzzbrür-Ordensträger Ägid Lennartz auf der Orgel adventliche Lieder zum Mitsingen gespielt und gezeigt, dass auch Lieder wie „Wenn ovver Oche de Sonn ongerjeäht“, „en unserem Veedel“ oder „Urbs aquensis“ stimmungsvoll in einen Gottesdienst passen.

Im Gottesdienst wurde auch unserer verstorbenen Freundinnen gedacht:

  • Christel Waldeck, der Mutter unseres Mitglieds Waldeck,
  • Dr. Iris Zilkens, Gattin unseres Krüzzbrür-Ordensträgers Dr. Karl W. Zilkens

Der Corona-Situation geschuldet wurde auf das anschließende Treffen im Pfarrhaus bei Christstollen mit Weihnachtsleberwurst verzichtet. Dafür konnte aber jedem beim Verlassen der Kirche das Friedenslicht aus Bethlehem mitgegeben werden, das über die Pfadfinderschaft St. Georg erst tags zuvor in Heilig Kreuz eingetroffen ist.

M.Mathar