Wat wor dat schönn

Nicht nur das Wetter war am 08. Juli schön. Es war eine schöne Entdeckertour, die uns beim Halbjahresabschluss die beiden Stadtführer Manni Birmans und Leo Bardenheuer auf Öcher Platt geboten haben. Schön war auch, dass sich neben den Partnerinnen der Pfarrausschussmitglieder auch einige Ordensträger und Freunde der Tour angeschlossen haben. Auf dem kurzen Stück durch Aachens Innenstadt wurden uns Geschichten erzählt, die selbst eingefleischte Öcher noch nicht kannten.

Das Brunnenwasser am Elisenbrunnen hatte schon zu Zeiten des Bleiabbaus in Stolberg entgiftende Wirkung. Herrn Falter von der Mayrschen haben wir den ersten Stadtarchäologen zu verdanken. Die häufigen Erkältungen von Manni Birmanns Jüngstem in Zeiten des Grundschulalters ist wohl auf den Geldbrunnen zurückzuführen, der auch in Wintertagen ein Angelziel war. Original Heiermänner sind an der schmiedeeisernen Fassade der Buchhandlung Schmetz zu bewundern. Mit einer Höhe von 35 Metern befinden sich die höchsten Kirchenfenster Europas im Aachener Dom.

Jede Figur am Dom wurde hinsichtlich ihrer biblischen Gestalt identifiziert, so auch der „Hellije Reänpitt“, sprich der Heilige Jakobus, der Mann mit dem Schirm und Schutzpatron der Bäcker. Die wundersamen Balkone in der schmalen Hans-von-Reutlingen-Gasse wurden ebenfalls erklärt. Dass die Kirche sich bewegt, wurde an der Bischofsgruft verdeutlicht, in der neben den Männern seit einigen Jahren auch Franziska von Schervier beigesetzt ist.

Mit 5-, 10- und 20- Euroscheinen wurden römische, romanische und gotische Eingangsbereiche erläutert und auf das Eingangsportal des Aachener Doms übertragen. Dass die Taufkapelle des Doms sich draußen befindet ist klar, weil ja keine Heiden in die Kirche dürfen.

Am Fischpüddelchen, an dem der eigentliche Jakobusweg beginnt, warfen wir einen Blick auf den 3-Kaiser-Eck und das Grashaus. Der Mann, der zu Kleinkindzeiten Modell für das Fischpüddelchen stand, ist leibhaftig und lässt sich von Zeit zu Zeit in Aachen blicken. Vorbei am Drachenloch, am ehemaligen Marianneninstitut und am wehrhaften Schmied endete die Führung vor der Steintafel der klappernden Bischöfe. Beachtenswert ist, dass es sich hierbei um ein Geschenk aus Holland handelt. Den Ausklang des Abends genossen wir im Restaurant zum wehrhaften Schmied.

Michael Mathar

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