Abschied von Dr. Anton Sterzl und Heinz Ramrath

Dr. Anton Sterzl

Dr. Anton Sterzl

Heinz Ramrath

Heinz Ramrath

In der vergangenen Woche verstarben zwei dem Pfarrausschuss Heilig Kreuz nahestehende Menschen,

Dr. Anton Sterzl 

und Heinz Ramrath.

 

Dr. Anton Sterzl, Krüzzbrür-Ordensträger des Jahres 1987, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Unvergesslich ist für viele von uns, die Ausfahrt der Krüzzbrür in seine Heimat, ins Frankenland. Dr. Anton Sterzl hatte für uns eine tolle Ausfahrt organisiert, und viele von uns sprechen bis heute über das Erlebte bei der Ausfahrt.

Viele, so auch wir, konnten Anton in seiner Vielseitigkeit, seiner Kompetenz kennen und schätzen lernen. Er war in seiner Präsenz, seinem Auftreten und Wirken gleichermaßen ernsthaft und unterhaltsam, ein Mann mit einem sagenhaften Wissen und profunder Kenntnis, der nie nervös wirkte und meistens gut gelaunt war. Bei den Herrenabenden, war es still im Raum, wenn Anton das Wort ergriff, er brachte Nachdenkliches, Hintergründiges und gleichzeitig Lustiges mit Wortwitz zum Ausdruck. Jeder hörte ihm gerne zu, seine rhetorischen Fähigkeiten waren faszinierend, ebenso seine Spontanität.

Im Kreise der Krüzzbrür fühlte er sich wohl und viele haben es bedauert, dass er in den letzten Jahren aus Altersgründen schon nicht mehr an den Herrenabenden und Veranstaltungen des Pfarrausschuss Heilig Kreuz „De Krüzzbrür“ teilnehmen konnte.

Die Herrenabende sind denn auch unsere Verbindung zu Heinz Ramrath, der im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Normalerweise ist dienstags Ruhetag bei den Ramraths. Einmal im Jahr jedoch ist die Traditonsgaststätte „am Knipp“ auch am Dienstag geöffnet, nämlich dann, wenn sich zur Krüzzbrür-Ordens-Verleihung Repräsentanten und namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche dort versammeln. Seit 1973 trifft sich dieser Männerkreis, kürt jedes Jahr einen neuen Ordensträger, beschwert sich nicht über räumliche Enge und intensive Nähe, sondern ist froh an diesem Abend dabei zu sein. Froh sind und waren auch wir, im Hause von Heinz Ramrath und seiner Familie, Gast sein und diese Veranstaltung dort ausrichten zu dürfen.

Heinz Ramrath ist uns immer als freundlicher und liebenswerter Mensch begegnet. Anfang vergangener Woche haben noch einige Pfarrausschuss-Mitglieder und Krüzzbrür-Ordensträger mit Heinz Ramrath im Haus Cadenbach dessen 80. Geburtstag gefeiert.

Wir, die Krüzzbrür-Familie, werden Heinz Ramrath und Dr. Anton Sterzl vermissen und beiden in unseren Herzen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Printenbacken im Hochsommer

Das Thermometer zeigte am 01.07.15 auch um 18:30 Uhr noch über 30 Grad, als sich Pfarrausschuss, Krüzzbrür- und Ponttor-Ordensträger mit ihren Begleitungen vor der Bäckerei Nobis in der Charlottenburger Allee trafen.

Sie alle sind der Einladung von Michael Nobis gefolgt, der nach der Verleihung des Krüzzbrürordens an ihn im Jahr 2014 ein gemeinsames Printenbacken versprach. Nach einem kurzen Vortrag über die Entwicklung des Unternehmens Nobis seit seiner Gründung im Jahre 1858 leitete Michael Nobis seine Gäste zu den mit ausgewalzten Printenmassen vorbereiteten und mit Printen und Ausstechformen sowie mit diversen Verzierungszutaten bestückten Tischreihen. Mit der Unterstützung von vier Nobis-Mitarbeitern ging es nun daran, individuell Formen und Muster gestalterisch zu fertigen und schließlich dem Backofen zu übergeben.

In der Zeit, in der das Backwerk auskühlen musste, konnten sich die Printenbä-ckerinnen und –bäcker an bereitgestellten Getränken und Häppchen erfreuen oder eine kleine Führung durch den Betrieb mitmachen. Zwei Ponttor-Ordensträger sorgten noch für eine Überraschung: Hein Engelhardt trug auf Öcher Platt ein Gedicht und eine Geschichte über die Öcher Printe und deren Backgeheimnis vor, Joseph Lesmeister überreichte Michael Nobis Printen in flüssiger Form, nämich eine Flasche Printenlikör.


Am Ende dieses einmaligen Abends trat jeder, schwer bepackt mit seinen selbst gebackenen Erzeugnissen, den Heimweg an; wohl wissend, dass es draußen deutlich wärmer, aber bei weitem nicht schöner war.

Michael Mathar